Geschichte des Museums

Geschichte des Museums

Die Picardie – umkämpftes Land, Land der Erinnerung

Die Picardie ist eine Region, die von beiden Weltkriegen stark gezeichnet wurde. 

Als strategische Transitregion zwischen Nordeuropa und Paris war die Picardie in eine verbotene Zone und eine besetzte Zone geteilt. Die Besatzung lastete schwer. Nach und nach begann die Bevölkerung, sich zu wehren. Eine „Untergrundarmee“ formierte sich. 

Das Department Aisne besitzt auf seinem Territorium ein Museum, das sich mit der Geschichte der Résistance und der Deportation beschäftigt. 
Dieses Museum, das von den Résistance-Kämpfern, zu denen auch Etienne Dromas gehörte, gewollte wurde, befindet sich im Ortsteil Fargniers der Gemeinde Tergnier. 

Sie sind eingeladen, dieses einzigartige Museum in der Picardie zu besichtigen, das sich in einem denkmalgeschützten Gebäude befindet.

Geschichte des Ortsteils Fragniers…

Geschichte des Ortsteils Fragniers…


Nach dem ersten Weltkrieg war die Gemeinde Fargniers zu 95 % zerstört 

1918 unterbreitete der Bürgermeister ein Projekt für den Wiederaufbau in Form eines konzentrischen Platzes, um den die kommunalen Gebäude angeordnet sein sollten.

1922 fassten die Trustees der Dotation Carnegie (von dem amerikanischen Industriellen Andrew Carnegie 1910 gegründete Institution, die beschlossen hatte, den Wiederaufbau der verwüsteten Regionen Frankreichs, Belgiens und Serbiens mit 500.000 Dollar zu unterstützen) den Beschluss, den Wiederaufbau der kommunalen Gebäude von Fargniers mit 150.000 Dollar zu fördern.
Die entsprechenden Pläne wurden von den Architekten Henri-Paul Nénot und Paul Bigot (Architekt des Grand Palais) gezeichnet.

Um den Platz wurden angeordnet:

  • das Rathaus,
  • ein Postamt,
  • ein Polizeiabschnitt,
  • eine Feuerwache,
  • eine Halle,
  • ein Versammlungsraum,
  • das Foyer Carnegie,
  • eine Badeanstalt,
  • Bildungseinrichtungen,
  • Grünanlagen und Spielplätze.

Dieses Ensemble weist sowohl regionale Elemente als auch angelsächsischen Einfluss auf.
Die Grundsteinlegung erfolgte 1922, die Bauarbeiten waren 1928 abgeschlossen.

Folgende Gebäude haben sich bis heute erhalten:

  • das gesamte Rathaus,
  • der ehemalige Ratssaal in seiner Gesamtheit,
  • die Fassaden und Dächer:
    • des ehemaligen Postamts
    • des Feuerwehrgebäudes,
    • des Kindergartens,
    • der ehemaligen Mädchen- und Knabenschule,
    • des ehemaligen Kindergärtnerinnenhauses,
    • des ehemaligen Wohngebäudes der Lehrerinnen und Lehrer,
    • der ehemaligen Krankenstation des Foyer Carnegie,
    • das Andrew-Carnegie-Denkmal in der Mitte des Platzes.

Etienne Dromas

Etienne Dromas

Etienne Dromas, Résistance-Kämpfer der ersten Stunde. Ein Name, der eng mit diesem Museum verbunden ist.

"Vor 40 Jahren hatte ich mir geschworen, alle im Untergrund umgekommenen Kameraden zu ehren und ihre Taten unsterblich zu machen. 1964, nach einer Résistance-Ausstellung in Chauny, war mir das Interesse der Bevölkerung und insbesondere der Kinder für diese Zeit des Zweiten Weltkriegs aufgefallen."

Das war die Geburtsstunde der Idee. Auf Anraten und mit der Unterstützung von Maurice Bruaux, Präsident des Komitees für Tourismus des Departements, fasst der Generalrat Aisne 1986 einstimmig den Beschluss, die Opfer der Einwohner, der Deportierten und der Résistance-Kämpfer des Departments nicht dem Vergessen anheimfallen zu lassen und dieses Museum zu gründen.

Schreiben Ihrer Majestät Königen Elisabeth II.

Schreiben Ihrer Majestät Königen Elisabeth II.

Schreiben Ihrer Majestät Königen Elisabeth II. an Etienne Dromas

Auszüge aus dem Buch von Etienne Dromas.

Auszüge aus dem Buch von Etienne Dromas.


Auszüge aus dem Buch von Etienne Dromas. 
Diese Seiten behandeln den Absturz einer Stirling in der Nacht vom 16. zum 17. April 1943. Insgesamt rettete die Organisation von Etienne Dromas bis Anfang 1944 87 alliierte Flieger.